Hasch misch in die Felder – Hanf kann mehr als weissem Rauch

Wer dieser Tage durch die Felder geht, wundert sich sicher was diese Felder mit den teilweise bis zu vier Meter hohen Stauden sollen. Der ein oder andere erkennt gleich die Blattform und denkt an weisse Rauchschwaden und vom Rausch glückseelige Menschen. Und dann kommt die Vollbremsung: Man muss hier jemand einen riesigen Eigenbedarf haben. Falsch Gedacht!

Nur weil es gleich aussieht, hat das was hier passiert nichts mit Cannabis-Anbau zu tun. Auf den Feldern wird sogenannter Nutzhanf angebaut, dessen THC-Werte unter 0,2% – und damit im nicht süchtig machenden Bereich – liegen. Nutzhanf ist übrigens schon seit tausenden Jahrenbekannt und hat viele Nutzungsformen.

Während Hanf mit THC-Werten über 0,2% under anderem in der Schmerztherapie eingesetzt wird und derzeit umfassend die Wirkung bei verschiedenen Krebsarten untersucht wird, ist wird ätherisches Hanföl zur Lösung von Krämpfen und Schwellungen, bei kosmetischen Problemen wie Ekzemen, in der Stressbehandlung, sowie bei rheumatischen Beschwerden genutzt.

Als normales Hanföl dient es zur Behandlung von Entzündungen im Hals-Nasen-Rachenraums.

Darüberhinaus dient es in der Kosmetik zur Herstellung von Salben, Cremes, Shampoos und Seifen, als technisches Öl zur Herstellung von Tinte, Farben und Schmierölen, als Futterzusatz und nicht zuletzt in der Küche zum Kochen, dank seines leicht nussigen Geschmacks.

Handwerker werden Hanf noch als Material zum Abdichten von Rohrverbindungen kennen, aber auch in der Seilherstellung, Stoffherstellung für Kleidung und Verbandsmaterialien aber auch als Papier ist Hanf bekannt.

So ist Hanf aufgrund seiner langen Fasern stabiler als Baumwolle oder unser aus Bäumen hergestelltes Papier, aber aufgrund der bisher hohen Kosten zur Herstellung spielen die Anteile auf dem Markt eher keine Rolle.

Über diese vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten hinaus verbessert Hanf den Boden. So lockern die Wurzeln, die weit über einem Meter ins Erdreich gehen, die Erde auf und helfen hier ausgemagerte Böden wieder zu vitalisieren.

Das ganze täuscht aber über den Verwaltungsaufwand hinter dem Anbau hinweg. So werden die anbaubaren Pflanzenarten genaustens vorgegeben und immer wieder auf die rauschbewirkenden Anteile THC/CBD untersucht. Und der Anbau ist genehmigungspflichtig.

Ihr seht, das was auf hiesigen Feldern wächst, ist zu mehr gut, als nur zu weissem Rauch.

Foto: eigene – Norbert Beck, Feld bei Abterode

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